Palabra Praxis
Wenn die Stimme nicht mehr trägt, das Schlucken zur Gefahr wird, ein Schlaganfall die Sprache geraubt hat oder Ihr Kind mit der Aussprache kämpft – setzt Logopädie genau dort an. In unserer Praxis für Logopädie in Frankfurt Sachsenhausen in der Hedderichstraße behandeln wir Erwachsene, Kinder und Senioren bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen – einfühlsam, evidenzbasiert und mit dem Ziel klarer, sicherer Kommunikation im Alltag.
Wir therapieren 👨💻 Online , 🏥 in der Praxis, 🏠 zu Hause.
Die Logopädie in Frankfurt-Sachsenhausen deckt das gesamte Spektrum für Erwachsene und Kinder ab – von Diagnostik über Therapie bis zur Angehörigen-, Kita- und Schulberatung.
Aphasien betreffen Wortfindung, Satzbau, Sprachverständnis sowie Lesen und Schreiben. In der Therapie klären wir zunächst, welche Bereiche am stärksten beeinträchtigt sind, und leiten daraus alltagsnahe Ziele ab: z. B. sich am Telefon melden, Bestellungen aufgeben, kurze Gespräche führen. Wir arbeiten mit strukturiertem Wortschatz- und Satzaufbau, Übungen zu Verstehen und Erzählen, sowie Strategien für „Plan B“, wenn ein Wort nicht sofort verfügbar ist. Unterstützend setzen wir Kommunikationshilfen (z. B. Symbol-/Bildkarten, Notizzettel, Apps) ein und üben typische Alltagssituationen Schritt für Schritt. Angehörige erhalten konkrete Hinweise, wie Gespräche gelingen (Tempo, Fragen, Visualisieren) und wie sie zu Hause sinnvoll mittrainieren. Regelmäßige Kurztests machen Fortschritte sichtbar und helfen, den Plan laufend anzupassen.
Bei Dysarthrie ist die Sprechbewegung durch neurologische Ursachen verlangsamt, kraftlos oder unpräzise; bei Sprechapraxie ist vor allem die Planung der Lautfolgen gestört. Ziel ist eine klarere, besser verständliche Aussprache im Alltag. Wir trainieren Atem- und Stimmführung, Lautstärke, Artikulationspräzision und Sprechtempo; bei Sprechapraxie arbeiten wir mit silbenbasierten Übungsreihen, rhythmischen Takten und häufigen, kurzen Wiederholungen. Prosodie- und Deutlichkeitstraining (Betonung, Pausen, Pacing) unterstützt das Verstehen, auch in geräuschvollen Umgebungen. Für wichtige Situationen (z. B. Arzttermin, Kasse, Telefon) erstellen wir individuelle Sprechskripte und üben sie praxisnah ein. Hausübungen sind kurz, klar dosiert und auf messbare Ziele ausgerichtet.
Dysphagie zeigt sich u. a. durch Husten beim Trinken, gurgelige Stimme nach dem Essen, Räuspern oder das Gefühl, dass „etwas im Hals stecken bleibt“. Nach einer strukturierten Schluckdiagnostik (Anamnese, Funktionsprüfung, Kosttests) legen wir fest, was Sicherheit und Essgenuss verbessert: Haltungs- und Lagerungsanpassungen, geeignete Koststufen, Kompensations- und Schutztechniken (z. B. kleine Bissen, Schluckmanöver), Atem-/Hustenkraft sowie Training orofazialer Funktionen (Zunge, Lippen, Wangen). Wir stimmen Ess-Umgebung, Ess-Tempo und Trinkhilfen ab und schulen Angehörige in einfacher, praxistauglicher Unterstützung. Ziel ist ein möglichst sicheres, selbstbestimmtes Essen und Trinken im Alltag – mit klaren Empfehlungen, die zu Hause umsetzbar sind.
Heiserkeit, schnelle Stimmermüdung, Druck- oder Engegefühl im Hals und eingeschränkte Tragfähigkeit sind typische Zeichen einer Stimmstörung – bei Vielsprechenden im Beruf besonders häufig. In der Stimmtherapie kombinieren wir Atem- und Körperarbeit mit Resonanz- und Entspannungsübungen sowie semi-okkudierten Vokaltraktsübungen (SOVTE), um Schwingung und Klang ökonomisch aufzubauen. Wir analysieren stimmliche „Stressoren“ (Lautstärke, Raumakustik, Sprechtempo, Tagesrhythmus) und entwickeln alltagstaugliche Stimmhygiene-Routinen. Für Berufsstimmen (z. B. Lehrkräfte, Service, Führung) übertragen wir das Training gezielt in reale Sprechsituationen – inklusive Mikro-Pausen, intelligenter Einsatz von Betonung und einer klaren, tragfähigen Sprechweise, die weniger Kraft kostet.
Bei Demenz steht der Erhalt von Kommunikation und Alltagskompetenzen im Mittelpunkt. Wir nutzen fehlerarmes Lernen, Spaced-Retrieval und biografisch bedeutsame Inhalte, um Namen, Wege, Routinen und wichtige Wörter länger verfügbar zu halten. Visuelle Hilfen (Piktogramme, Wochenpläne, gut platzierte Notizen) erleichtern Orientierung; kurze, wiederholbare Gesprächsrituale schaffen Sicherheit. Angehörige erhalten konkrete Tipps zu Tempo, Frageformen, sinnvollen Pausen und zur Gestaltung ruhiger Gesprächssituationen. Wir stimmen Maßnahmen mit Pflege, Hausarzt oder Tagesstruktur ab und achten darauf, Überforderung zu vermeiden. Ziel ist mehr Teilhabe im Alltag – beim Essen, Spazierengehen, Besuchen oder einfachen Telefonaten – und spürbare Entlastung für das Umfeld.
Bei einer SES verläuft die Sprachentwicklung verzögert oder untypisch. Betroffen sein können Wortschatz, Grammatik, Aussprache (Phonologie), Sprachverständnis und Pragmatik (Gesprächsverhalten/Erzählen). Nach einer kindgerechten Diagnostik legen wir klare Alltagsziele fest: z. B. verständlich erzählen, Fragen verstehen und beantworten, vollständige Sätze bilden.
In der Therapie kombinieren wir Wortschatzaufbau (Kategorien, Merkmale, Gegensätze), Grammatiktraining (Satzbauschablonen, Verbbeugung), phonologische Übungen, Hör-Verstehen sowie Erzählkompetenz – stets eingebettet in Spiel- und Handlungssituationen (Bauen, Malen, Rollenspiel). Wir modellieren korrekte Formen, nutzen Recasts (wertschätzendes Zurückspiegeln), visuelle Stützen und kurze 2–5-Minuten-Rituale für zu Hause. Mit Einverständnis stimmen wir uns mit Kita/Schule ab (Aufgabenlänge, Sitzplatz, klare Anweisungen), damit Fortschritte im Alltag sichtbar werden.
Aussprachestörungen zeigen sich durch Lautersetzungen/-auslassungen („Tatze“ statt „Katze“), undeutliche Laute oder Regelverletzungen in der Lautstruktur. Wir prüfen, ob eine artikulatorische (Lautbildung) oder phonologische (Lautregel) Ursache vorliegt – oft eine Mischung.
Die Behandlung verbindet Hör-Unterscheidung (minimal pairs), fühlbare Lautarbeit (Zungen-/Lippenposition, Luftstrom), Silben- und Wortaufbau mit hochfrequenten Ziellisten in Spielen. Über gezielte Wiederholungen wandern Laute vom Einzellaut in Wörter, Sätze und Spontansprache. Eltern erhalten kurze Übungsfenster (täglich 3–5 Minuten) und Hinweise zur Fehlerkorrektur ohne Druck. Ziel ist eine deutliche, stabile Aussprache, die Kinder in Kita/Schule und beim Spielen automatisch nutzen.
Beim Dysgrammatismus sind Verbformen, Artikel/Kasus und Satzbau auffällig („ich gehen“, „der Mama“). Nach einer strukturierten Diagnostik bauen wir Grammatik systematisch auf:
• Modellieren & Recasts in echten Gesprächsanlässen,
• Satzbaupläne und Bildsequenzen (Verbzweitstellung, Nebensätze),
• Morphem-Spiele (Plural, Verbendungen),
• Input-Flood (viele korrekte Beispiele in Geschichten/Spielen) mit anschließenden Mini-Dialogen.
Grammatik wird benutzt, nicht nur geübt: in Erzählrunden, kleinen Rollen- und Alltagsszenen. Kita/Schule erhält bei Bedarf knappe Hinweise (z. B. kurze Sätze, Nachsprechen lassen, Markernutzung). Mit kurzen Hausritualen festigen wir neue Formen – Ziel ist korrekte Grammatik in der Spontansprache.
Bei AVWS (Auditiver Verarbeitungs-/Wahrnehmungsstörung) ist das Verstehen, v. a. im Lärm, erschwert – trotz unauffälliger Hörprüfung. Kinder wirken abgelenkt, fragen häufig nach, verstehen mehrstufige Anweisungen schlecht. Nach Abklärung und in Absprache mit HNO/Akustik trainieren wir Hörfigure-Grund-Unterscheidung, auditive Aufmerksamkeit, Sequenzen/Arbeitsgedächtnis und Sprachverständnis (W-Fragen, Schlüsselwörter), auch im Geräusch.
Wir vermitteln Hörstrategien (Blickkontakt, Nachfragen, Markerwörter), nutzen visuelle Stützen und geben Umgebungs-Tipps für Zuhause/Kita/Schule (Sitzplatz weg von Lärmquellen, klare Signale, kürzere Anweisungen in Schritten). Falls zusätzlich Aufmerksamkeit/Regulation betroffen ist, stimmen wir uns mit der Ergotherapie ab. Ziel ist verlässliches Verstehen – auch in Gruppen- und Klassensituationen – und sicheres Mitkommen im Alltag.
Die Praxis ist direkt am Südbahnhof in Frankfurt gelegen.
Die Parkplatzsituation um die Praxis ist gut. Es gibt u.a. mehrere Parkhäuser in der direkten Umgebung.
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Mehr InformationenJa, eine ärztliche Verordnung ist Voraussetzung für die logopädische Behandlung. Hausärzte, Kinderärzte, HNO-Ärzte, Neurologen, Phoniater sowie Zahnärzte und Kieferorthopäden (z.B. bei myofunktionellen Störungen) können Logopädie verschreiben. Eine zusätzliche Überweisung ist in der Regel nicht nötig. Sobald Ihnen die Verordnung vorliegt, können wir mit der Therapie starten.
Alle gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Behandlungskosten bei Vorlage einer ärztlichen Verordnung vollständig. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind komplett von Zuzahlungen befreit. Erwachsene tragen einen Eigenanteil von zehn Prozent der Behandlungskosten plus zehn Euro Rezeptgebühr pro Verordnung. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel ebenfalls – je nach individuellem Vertrag.
In der ersten Sitzung lernen wir uns kennen und führen ein ausführliches Anamnesegespräch. Anschließend folgt eine gezielte Diagnostik – je nach Störungsbereich testen wir Wortschatz, Sprachverständnis, Stimmfunktion, Schluckfähigkeit oder Lese- und Schreibleistung. Auf Basis der Ergebnisse und des ärztlichen Befunds erstellen wir Ihren individuellen Therapieplan und besprechen mit Ihnen, wie Sie die Therapie zwischen den Sitzungen unterstützen können. Bitte bringen Sie etwas mehr Zeit mit.
Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Diagnose und individuellem Fortschritt. Die meisten Patientinnen und Patienten starten mit einer Verordnung über zehn Therapien zu jeweils 45 Minuten, ein- bis zweimal wöchentlich. Bei einfachen Aussprachestörungen reichen oft ein bis zwei Verordnungszyklen, neurologische Störungsbilder wie Aphasie nach Schlaganfall benötigen häufig eine längere Begleitung über mehrere Monate. Wir passen den Plan regelmäßig an messbare Ergebnisse an.
Wir freuen uns, dich so schnell wie möglich kennen zu lernen. Darum kannst du dich bei uns ganz einfach bewerben.
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